Tolkiens „Herr der Ringe“: Mythos und Moderne, Fantasy und Religion
„Der Herr der Ringe ist natürlich ein fundamental religiöses und katholisches Werk, zuerst unbewusst, aber dann bewusst in der Überarbeitung. Aus diesem Grund habe ich in dieser imaginären Welt praktisch alle Hinweise auf so etwas wie Religion, Kulthandlungen oder religiöse Praxis entweder überhaupt nicht hineinfließen lassen oder nachträglich entfernt.“ So schreibt der Autor Tolkien selbst über seinen Roman „Herr der Ringe“.
J.R.R. Tolkien war Professor in Oxford für Sprachwissenschaft und forschte und lehrte u.a. über die frühenglische Sprache und Literatur. Berühmt wurde er mit seinem „Herrn der Ringe“, der über 150 Millionen Mal verkauft wurde. Es gilt als das grundlegende Werk der modernen Fantasy-Literatur und ist inzwischen selbst Gegenstand der Literaturwissenschaft. Tolkien war überzeugter Christ und ein theologisch gebildeter Autor. Sein Werk enthält keine direkt ablesbaren Bezüge der christlichen Religion. Dennoch werden bei der Lektüre theologische Themen und Motive sichtbar.
Im ARO-Literaturgespräch wollen wir über einen längeren Zeitraum die Romantrilogie lesen und im Gespräch vertiefen. Eine vorherige Lektüre des Romans und literaturwissenschaftliche Kenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Im Vordergrund stehen eigene Leseerfahrungen und der Austausch mit anderen.
Ein Vorgespräch, bei dem wir die Gestaltung unserer Literaturgespräche besprechen und uns auch auf eine Übersetzung verständigen können, findet statt am Donnerstag, 12. März 2026 um 18 Uhr in der ARO, Seminarraum im 2. Stock.
Weitere Termine: 16.04., 21.05., 18.06., 20.08.2026.