Arbeitsstelle für evangelische Religionspädagogik Ostfriesland

ARO-Jahresempfang 2017: Im Anderen sich selbst erkennen

ARO-Jahresempfang 2017  von links Rahel Bach, Thea Bogena, Brigitte Junge, Ute Beyer-Henneberger, Detlef Klahr, Sandra Hoyer, Sven Kramer, Silke Leonhardt
 ARO-Jahresempfang 2017 - von links Rahel Bach, Thea Bogena, Brigitte Junge, Ute Beyer-Henneberger, Detlef Klahr, Sandra Hoyer, Sven Kramer, Silke Leonhardt
Im andern sich selbst erkennen
Regionalbischof Klahr eröffnete den Jahresempfang der ARO in Aurich

öso. Aurich. Als Vorsitzender des ARO-Beirates eröffnete Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr den Jahresempfang der Arbeitsstelle für evangelische Religionspädagogik Ostfriesland (ARO) in Aurich und  gleichzeitig auch die Vernissage der Ausstellung „Menschenbilder“ von Sandra Hoyer aus Oldenburg. Die Künstlerin präsentiert unterschiedliche Darstellungen von menschlichen Gesichtern.

Im Blick auf die Bilder sagte Klahr, sie eignen sich dazu, im Gesicht des anderen Facetten des eigenen Ichs zu entdecken.

Jedes Gesicht, das wir anschauen, sage auch etwas über uns selbst aus. Mit dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber könne man sagen: Erst im andern Du erkennen wir uns selbst.

Klahr betonte, dass es in den Gesichtern der anderen vieles zu erkennen gebe. Gesichtszüge spielen in der Kommunikation eine große Rolle. Auch daher berühre die Diskussion um die Ganzkörperverschleierung mehr als die religiöse Freiheit. „In der Kommunikation spricht das offene Gesicht immer mit“, sagte der Regionalbischof.

Mit einem Blick in die Augen und einem Wahrnehmen des Gesichts fange manche lebenslange Beziehung an. „Gott selbst hat sich uns menschlich in Jesus Christus mit seinem freundlichen Angesicht zugewandt“, so Klahr.

Dr. Ute Beyer-Henneberger und Sven Kramer begrüßten die 40 Anwesenden im Namen des ARO-Teams. Die Leiterin des Historischen Museums Aurich, Brigitte Junge, die Rektorin des Religionspädagogischen Instituts der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Loccum, Dr. Silke Leonhard, und die Pastorin der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Pilsum, Thea Bogena, interpretierten drei Bilder im Treppenhaus der ARO. Die Leiterin der Musikschule in Aurich, Rahel Bach, musizierte auf der Flöte.


Präses Hilke Klüver brachte im Rahmen des Empfangs ihre Freude über das neue Jahresprogramm zum Ausdruck. Der theologische Mitarbeiter an der ARO, Pastor Andreas Scheepker, stellte das Programm vor. Es gebe Angebote vor Ort in Schulen, Kirchenkreisen und Synodalverbänden. Thematische Schwerpunkte in diesem Jahr seien das 500-jährige Reformationsjubiläum, der Islam und Gespräche über den christlichen Glauben.

Sandra Hoyer lebt in Oldenburg, arbeitet als selbständige Künstlerin und ist als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Klinik in Emden tätig. Seit 1987 hat sie in verschiedenen Kunsthäusern und Galerien in der Bundesrepublik ihre Bilder ausgestellt.

Die Ausstellung „Menschenbilder“ ist noch bis zu den Sommerferien während der Öffnungszeiten der ARO, Georgswall 7 in Aurich, zu sehen: dienstags von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr, mittwochs von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr und am Donnerstag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

Text und Bilder: Öffentlichkeitsarbeit Sprengel Ostfriesland-Ems (öso)
Pressesprecherin Dr. Hannegreth Grundmann
Pastorin und PR-Referentin

Bildung braucht Räume: „Aus Alt mach Neu! – Sanieren im Bestand!“

Aus Alt mach Neu

Am 25.11.2016 kamen 85 Teilnehmer verschiedener Profession aus Kitas, Schulen, Architektur und dem Gebäudemanagement der Träger zusammen, um sich informieren und anregen zu lassen. Es ging um die Frage, wie es gelingen kann, alte sanierungsbedürftige Schulbauten und Kindertagesstätten auf dem Hintergrund eines pädagogisch tragfähigen Konzepts neu und zukunftsfähig zu gestalten.
Andreas Desuki, Landschaftsplaner aus dem Büro Schneidermeyer, Köln, beleuchtete die Fragestellung aus dem Blickwinkel der Architektur anhand verschiedener Praxisbeispiele von Schulsanierungen, denen ein ausgefeiltes pädagogisches Konzept zugrunde liegt. Verschränkt wurden die Perspektiven der Architektur und der Pädagogik in einer Vorphase – der Phase Null - , in der möglichst alle Beteiligten ihre Wünsche, aber auch die pädagogischen Leitlinien einbringen. Ein Muss, will man nicht auf eine rein technische Sanierung eines Gebäudes und die alleinige Wiederherstellung des Bestehenden setzen und wirkliche Erneuerungen auf den Weg bringen. Nur so kann es gelingen, etwas Neues und Zukunftsweisendes zu gestalten und nach technischen Lösungen zur Umsetzung zu suchen.
Wie dies in der Praxis im Bereich der Kindertagesstätten erfolgreich durchgeführt werden kann, beschrieb Ute Schmidt am Beispiel der Kindertagesstätte Plappersnut in Wismar, deren frühere Leiterin sie war. Aus einem wenig ansprechenden und maroden Plattenbau wurde eine einladende, die Kinder aktivierende und viele Möglichkeiten zur Entfaltung bietende Kindertagesstätte, deren Herzstück ein überdachter Zwischentrakt ist, der naturnah gestaltet wurde. Auch hier war die intensive Auseinandersetzung mit den Architekten im Vorfeld der Schlüssel zum Erfolg.
„Aus ALT mach NEU!“ - Die Veranstaltung in Aurich will die Verantwortlichen in Kitas, Schulen und den Trägern ermutigen, die Chance einer qualitativen, interdisziplinär erarbeiteten Verbesserung der baulichen Gegebenheiten im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen zu nutzen, die ermöglicht, pädagogische  Räume zu gestalten, in denen gut  und gern gelebt, gelernt, gearbeitet werden kann. Bildung braucht Räume – qualitativ hochwertige Räume!
Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, die von verschiedenen Institutionen vorbereitet und getragen wird: RPZ, nifbe, Hochule Emden-Leer und der ARO. Sie wurde durch die Stadt Aurich finanziell gefördert.
 

Dr. Ute Beyer-Henneberger 

 

Hinweis: Es wurde für diesen Tag noch keine Tageslosung angelegt!

Bildung braucht Räume: Essensräume in Kitas und Schulen gestalten

Die Dokumentation der Veranstaltung vom Dezember 2014 erweitert durch verschiedene Fachbeiträge liegt online vor: Bildung braucht Räume